"My love to the footless, my love to the twofooted, my love to the fourfooted, my love to the manyfooted. Let not the footless harm me, let not the twofooted harm me, let not the fourfooted harm me, let not the manyfooted harm me. All sentient beings, all breathing things, creatures without exception, let them all see good things, may no evil befall them." - The Buddha -
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Erinnerung an den Verhaltenskodex
8. September 2009

Neulich wurde ich an den Verhaltenskodex erinnert, den ich im Jahre 2000 auf Bitte von Drubpon Ngawang geschrieben hatte und ich bin sehr glücklich, dass ich ihn hier verbreiten kann. Ich denke, es ist eine sehr gute Idee, wenn alle Zentren, ihre Mitglieder und Freunde dies sehr aufmerksam durchlesen. Zuerst müsst ihr euch darüber klar werden, dass dieser Verhaltenskodexc nicht dazu dient, andere zu beurteilen, er ist für eure eigene Praxis und die Selbstbeurteilung. Ihr solltet ständig überprüfen, ob ihr irgendeinen Punkt daraus mißachtet habt. Zweitens ist es auch enorm wichtig, die Harmonie in der Sangha, der eigenen Familie, im Betrieb oder unter Freunden zu wahren, ganz egal, wieviel Zeit oder Geld ihr als Sponsor, Praktizierender oder Freiwilliger aufgewendet habt.
Wir sind alle zur spirituellen Praxis gekommen, da wir bessere, liebenswürdigere und liebendere Personen werden wollen. Einige meiner Freunde und Schüler erzählen mir sehr ehrlich "ich bin, wer ich bin, und die Leute müssen mich so akzeptieren, wie ich bin". Ich kann diese Haltung völlig verstehen. Ich kann nicht sagen, dass sie richtig oder falsch ist. Jeder hat die Freiheit, die Art seines Lebensweges und die Art, andere zu behandeln, selbst zu wählen. Der Schlüssel ist jedoch, dass ihr euch selbst prüfen müsst, ob ihr eine bessere Person geworden seid, nachdem ihr spirituell Praktizierender geworden seid. Etwa nachdem ihr einem Meister gefolgt seid, habt ihr seine Ratschläge in die Praxis umgesetzt? Selbst wenn ihr mit einigen Sangha Mitgliedern nicht auskommt, wart ihr in der Lage, eure Kritik, die meist vom eigenen Ego provoziert und fehlgeleitet wird, beiseite zu stellen? Habt ihr versucht anzuerkennen, was sie beigetragen haben, egal ob es ein sehr kleiner oder großer Beitrag war? Seid ihr eine nettere Person geworden?
Nachdem ich den Verhaltenskodex nochmals gelesen habe, fühle ich mich sehr stolz, dass ich vor über 8 Jahren in der Lage war, so etwas zu schreiben. Aber ich habe auch über mich gelacht "wie viele meiner Freunde und Schüler sind ernsthaft, erfolgreich und fleissig diesem Verhaltenskodex gefolgt? Wie viele sind ihm freudig und willig gefolgt? Wie viele haben dies benutzt, um über andere zu urteilen?"
Eine der einfachsten Lehren Buddhas ist die "freundliche Rede". Worte können eine Person wirklich töten und deinen Verdienst verbrennen. Wenn ihr negative Kommentare über andere hört, solltet ihr nicht blind glauben. Zumindest solltet ihr euch sagen, dass jeder eine positive und negative Seite hat, ganz wie du selbst auch. Wie ihr nicht wollt, dass andere euch falsch beurteilen, so solltet ihr andere auch nicht falsch beurteilen. Karma hat Augen. Es folgt euch überall hin, und man kann dies durch nichts verhindern. Wer Schmerz und Leid über andere bringt, wird niemals selbst eine glückliche Person werden. Spirituelle Lehrer wie wir gehen umher um euch zu sagen, was verbessert und was über Bord geworfen werden sollte. Es ist aber eure eigene Entscheidung, ob ihr zuhören wollt und ob ihr den Rat befolgen wollt, oder nicht. Wie ich neulich sagte, es muss nicht nur die äußere Umwelt gesäubert werden, auch euere innere Umwelt, euer Geist, und eure geheime Umwelt, das Samaya, müssen sehr dringend und sehr gründlich gereinigt werden. Ich bin sehr froh, sagen zu können, dass fast alle meiner Freunde und Schüler bessere und glücklichere Menschen werden wollen. Daher freue ich mich darauf, große Fortschritte und Verbesserungen zu sehen. Ich bin ganz sicher, dass alle versuchen werden, ihr Bestes zu geben um sich zu verbessern, und alles wird besser werden! Ich schätze euch alle sehr, die ihr meinen Reden folgt, und es ohne Zweifel und Klagen praktiziert (so hoffe ich, ha ha!).
Bevor ich es vergesse will ich euch auch sagen, dass ich gerade T-Shirts für alle Zentren und Live to Love entwerfe. Die Winter Versionen werden sehr interessant, aber auch die Sommer Exemplare werden sehr schön. Ich war wirklich sehr überrascht, verschiedene Live to Love T-Shirts und verschiedene Zentrums T-Shirts zu sehen. Darüber werde ich alle Zentren sehr bald informieren.
Also jetzt folgt der Verhaltenskodex, den ich geschrieben hatte. Ich habe großes Vertrauen, dass alle meine Freunde und Schüler dem sehr genau folgen werden. Wir sollten dies immer hervorheben und daran erinnern, wann immer wir Zeit haben, vor allem vor jeder Gruppen Zusammenkunft:
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Anderen zu schaden und schädliche Gedanken, die zu schadenden Handlungen führen, aufzugeben, ist die Praxis der Shravakas und Pratyekas. Dies ist die Grundlage aller Fahrzeuge oder Yanas.
- Immer zu lernen, anderen zu helfen und die Praxis des kostbaren Bodhicitta als Hauptpraxis zu wahren, ist der allgemeine Pfad des Mahayana. Dies ist das Wesentliche, um jegliche Dharma Praxis erfolgreich zu machen und die Täuschungen auf dem Pfad zu verhindern. Es ist für Dharma praktizierende Männer und Frauen, jung oder alt, unabdingbar, diese 2 Punkte inspiriert von Achtsamkeit zu befolgen und nicht durch bedeutungslose, egoistische samsarische Aktivitäten abgelenkt zu werden. Es ist wichtig, den bedeutenden letztendlichen Pfad mit reiner Motivation und reinen Taten zu gehen.
- Auf logischem Verständnis basierend sollte man Freundlichkeit, Liebe und Respekt gegenüber seinem Lehrer zeigen, der einem das Leben bedeutungsvoll macht, sowie gegenüber Laien- und ordinierten Gemeinschaft, die die Dharma Praxis unterstützen. Der glorreiche Meister, der einen in die Natur des eigenen Geistes durch die gewöhnlichen und geheimen Pfade der Befreiung in der Vajrayana Tradition einführt, - wenn auch in menschlicher Form, um uns befreien zu können - ist in Wahrheit der Dharmakaya. Wegen der Führung, die er uns im Verfolgen des richtigen Weges gibt, ist er gütiger, als alle anderen Buddhas und Bodhisattvas. Auf dieser Logik aufbauend ist es ganz wichtig zu verstehen, dass die Essenz der Vajrayana-Praxis ist, ihn anhaltend mit unfehlbarer Devotion auf die drei Arten zu erfreuen: mit spiritueller Praxis, physischen Diensten und materiellen Opfergaben.
- Die männlichen und weiblichen Praktizierenden, die in einem Zentrum leben, sollten ständig regelmäßig Morgen- und Abendpraxis machen, chanten und positive Aktivitäten wie Nyungnay am Vollmond-, Neumond- und am 8. Tag jeden Monats (Tibetischer Kalender).
- Speziell sollten Ganachakra Opfer am Morgen des 10. Tages mit einer beliebigen Guru-Yoga-Praxis und am Abend des 25. Tages mit einer Dakini-Praxis zelebriert werden.
- Man sollte sich bis zum Erlangen der Erleuchtung allgemein irgendeiner Methode des Geistestrainings widmen und speziell den 4 preliminaren Praktiken (Ngöndro). Zu glauben, es würde reichen, die 4 preliminaren Praktiken einige Male durchlaufen zu haben, könnte täuschend und irreführend sein.
- Dharma Praktizierende sollten sich von Herzen lieben und eine Beziehung von gegenseitiger Hilfe aufbauen. Schlechte Gewohnheiten, wie negativen Gedanken folgen und sich groben Äusserungen oder körperlichem Tun hingeben, wie z.B. schlecht hinter dem Rücken anderer reden oder öffentlich Negatives aussprechen, sollten aufgegeben werden.
- Die Grundwurzel allen Übels ist, Gerüchte in die Welt zu setzen. Daher ist es wichtig, seine öffentliche Rede mit Achtsamkeit zu kontrollieren.
- Zu dicht aufeinander zu sein, kann das Feuer der Anhaftung und des Hasses entfachen. Daher ist es wichtig, von Anfang an einen angemessenen Abstand zu wahren.
- Wenn man sich samsarischer oder spiritueller Aktivität hingibt, sollte man zuerst seine Motivation überprüfen. Selbst wenn die Motivation nicht zu schlecht ist, muss man überprüfen, ob die jeweilige Aktivität förderlich für die anderen ist. Man sollte sich immer klar machen, dass es ein Zeichen niedriger Intelligenz oder Dummheit ist, wenn man sich in irgendeiner Aktivität betätigt, ohne diese zu überprüfen.
- Der Stolz auf das geringe eigene Wissen sollte einem nicht die eigene Natur verderben. Stattdessen sollte man dem Guru, der den richtigen Weg zeigt, und den Dharma Freunden jedweden möglichen Dienst leisten. Nachdem man Dharma, Guru, Freunden, Lehrern etc. einen kleinen Dienst erwiesen hat, sollte man nicht damit prahlen, sondern sich in Demut daran erfreuen.
- Wem Intelligenz oder erworbene Qualifikationen fehlen, sollte nicht den Mut verlieren, sondern sich in Meditation und anderen Aktivitäten engargieren, die spirituelle Praktiken fördern ohne gegen die Anweisungen seines Wurzellama zu verstoßen. Wenn diese Aktivitäten anderen nicht gefallen, dann ist das lediglich schade.
- Wenn man die hohen Qualifikationen anderer Dharma Freunde sieht, sollte man sich daran ohne Neid erfreuen. Selbst wenn man einen solchen Freund nicht öffentlich loben möchte, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und ihn nicht zu kritisieren.
- Unter allen Umständen sollte man immer die eigenen Schwächen untersuchen und Wege zur Verbesserung seiner selbst suchen. Der bloße Gedanke, andere zu kritisieren, ist das Feuer, das die eigene Geistesnatur zerstört. Gib dies daher auf.
- Durch sektiererisches Anhaften und Hass motivierte Kritik an anderen und Lob der eigenen Seite sind ein Ärgernis für objektiv realisierte Wesen. Es ist auch unvereinbar mit der Dharma Praxis. Gib daher solche Rede komplett auf !
- Wenn jemand anderes sich solcher Rede hingibt, ist es besser, keinen Kommentar abzugeben, sondern nach Hause zu gehen und friedlich zu schlafen, wenn man keine sprirtuelle Praxis machen kann.
- Überprüfe dich immer selbst und engagiere dich in Aktivitäten im Einklang mit dem Dharma. Es ist wichtig, sich zu erinnern, nicht durch die Gedanken von weltlichem oder teuflischem Dharma beeinflusst zu werden und sich nicht in Betrug, Lügen, Schlauheit und Täuschung zu engagieren.
- Ausser für jene, deren innere Verwirklichung des Konzepts von "liebevoller Herzensgüte", "Mitfühlender Liebe" und Bodhicitta von einem qualifizierten Meister gepriesen wurde, ist das eigenmächtige Lehren aufgrund des einfachen Verstehens der Dharma Bedeutung nicht nur schädlich für einen selbst, sondern wird andere auch irreführen. Daher wird solches Tun mehr schaden, als nutzen. Es gibt daher keinen Grund zur Eile, den Status und Titel des Khenpo oder Lama zu erlangen.
- Kurz gesagt, jede Dharmapraxis sollte darauf abzielen, seinen Geist zu fördern. Dharma zu praktizieren, um Ruhm und Respekt zu erlangen, ist eine Nicht-Dharma Aktivität, die zu Wiedergeburt in den niedrigen Welten führt. Der intelligente Ausweg ist, die Pros und Contras zu verstehen, und den Pfad auf die richtige Weise zu praktizieren.
- Männer und Frauen, die den Zentren dienen, sollten diesen Dienst mit reiner Motivation, Hingabe und Einhaltung der Gelübde vor einem selbst und mit vom Herzen kommender Freude ausüben.
- Bei geistiger Stumpfheit und körperlichen Beschwerden sollte man in angemessener Weise nach Hause gehen oder sich entspannen.
- Unglück oder Mißverständnisse durch Gerüchte, Munkeln oder unkontrollierte Rede unter Dharma Freunden, Laien, Mönchen, Nonnen, egal ob jung oder alt, zu schaffen, nur weil die eigenen Wünsche nicht erfüllt wurden, wird negatives Karma anhäufen. Deshalb lasst dies sein, mit Fleiss und Mühe!
- Fleisch, Alkohol, Tabak, Drogen usw. sind nicht nur im Widerspruch zum Dharma, sondern auch wie ein Schwert, das einem den Körper in Stücke reißt. Daher sollten alle, die sich selbst lieben, davon Abstand nehmen, diese Dinge zu konsumieren.
- Selbst wenn jemand nicht in der Lage ist, diese Gewohnheiten vollständig aufzugeben, so macht doch wenigstens den Versuch, sie vor den Bildern von Budhha, Dharma und Sangha, im Saal der spirituellen Praxis, Meditationsraum etc. nicht zu konsumieren.
- Kurz gesagt, diejenigen, die die Mönchsrobe tragen, sollten nach sorgfältigem Zuhören und Überdenken die Vinaya Regeln befolgen, sollten danach streben, sich ohne Stolz und mit Respekt den Nicht-Dharma Aktivitäten zu enthalten, und nicht versuchen, Status und Anerkennung zu erlangen.
- Die Laienpraktizierenden sollten sich der 10 negativen Taten enthalten und die "3 Tore" (Körper, Sprache und Geist) immer kontrollieren, um dieses kurze Leben bedeutungsvoll zu machen.
Das wars für jetzt. Ich werde einige Neuigkeiten über die Augenbehandlung in ein oder zwei Tagen bringen.
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Ladakh Katastrophenhilfe
UPDATE 11.08.2010: Seine Heiligkeit geht selbst ins Katastrophengebiet um zu helfen. Er bittet uns alle nochmals, großzügig zu spenden. Die Situation spitzt sich zu. Ein PDF zur Situation in Ladakh kann hier runter geladen werden.







