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Das Leiden des Samsara zu verstehen hilft, den aufrichtigen Wunsch nach Befreiung zu entwickeln.

Achtsames Leben

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12. August 2009

Kürzlich habe ich erfahren, dass Sönam, die ältere Tochter von Dr. Dolkar, mit Hilfe von Dechen und Yangchen Live to Love Aktivitäten in Delhi durchführen. Sie retten Hunde, die von lieblosen Familien auf die Straße gesetzt wurden. Es ist sehr positiv, die Hunde zu retten, die von Familien ohne Mitgefühl verlassen wurden. Sönam gibt fast jeden Sonntag gratis Futter, das ist eine sehr gute Tat. Ich war sogar versucht, dabei mitzumachen. Aber da ich wußte, dass es psychologisch schmerzhaft für mich wäre, so viele Hunde leiden zu sehen, und nicht die Mittel und Fertigkeiten zu haben, allen Hunden gleichzeitig zu helfen, wäre es sehr entmutigend für mich, mitzugehen und nichts tun zu können. Daher ging ich nicht, aber ich hoffe, dass ich eines Tages fähig sein werde, etwas für diese armen Wesen zu tun. Ich bin wirklich sehr glücklich, zu wissen, dass es einige Live to Love Aktivitäten in Delhi gibt.

Tatsächlich waren einige der Straßenhunde vorher Haushunde, aber ihre Familien hatten genug von ihnen und warfen sie raus. Mein Rat ist, wenn ihr Haustiere haben möchtet, dass ihr zuvor alles bedenkt, ob ihr ihnen Liebe, Aufmerksamkeit und Respekt geben könnt. Sonst meine ich, wäre es besser, keinerlei Haustiere zu halten, da ihr ansonsten eines Tages dazu kommen könntet, sie aufzugeben, sodass sie auf der Straße enden. Das ist sehr grausam. Menschliche Wesen machen so viele gemeine und grausame Dinge, und dennoch merken wir es nicht einmal. Manchmal kann man im Internet sehen, wie Menschen ihre Haustiere in Waschmaschinen stecken, sie herumwerfen, sie in Kühlschränke stecken usw. Freude am Leiden anderer zu haben ist nichts anderes, als eine dämonische Aktivität. Das traurigste daran ist, dass so viele Leute Spaß daran haben, solche Horrorshows anzuschauen.

Eine Buddhastatue im Flutwasser und Schwemmgut von Zyklon Morakot in Süd Taiwan (11.08.09)

Ein zusammenbrechendes Hotel durch Zyklon Morakot in Taitung, Ost Taiwan. Foto: ReutersWie ihr wisst, lehrt Khamtrul Rinpoche gegenwärtig in Taiwan. Daher habe ich ständig die Nachrichten von dort verfolgt und war sehr schockiert über diesen enormen Zyklon "Morakat", der überall in Südtaiwan viele Erd Lawinen ausgelöst hat. Viele Leute starben und wurden lebendig begraben. Morak war auch in den Philippinen und jetzt in China, wo 1,5 Millionen Leute evakuiert wurden. Auch Indien litt neulich unter schlimmen Monsun Fluten, die Hunderttausende von Leuten obdachlos machten. CNN berichtete, dass über 2,9 Millionen Leute in Indien seit Juni durch die Fluten betroffen seien. Natürlich leiden außer den Menschen viele andere Wesen ganz enorm.

Häuser brachen gestern in den wilden Fluten in Kaoshlung,  Süd Taiwan zusammen Da Khamtrul Rinpoche jetzt gerade in Taiwan ist, hoffe ich, dass er etwas Zeit erübrigen kann, um bei Live to Love Aktivitäten anzuleiten. Zuerst sollten wir anbieten, was die Opfer brauchen, materielle oder moralische Unterstützung. Zweitens sollten wir uns bemühen, diese moralische und materielle Unterstützung fortzusetzen, besonders für Kinder. Dies ist eine sehr gute Gelegenheit, unsere formale Praxis in Aktion zu bringen, anstatt nur dazusitzen und die Wesen zu bedauern und doch nichts tun. Eine derart pessimistische Haltung wird uns für unsere spirituelle Entwicklung nicht helfen und wird das Leiden anderer nicht reduzieren. Ich bin sicher, dass unsere kürzlich ins Leben gerufene Druk Foundation Taiwan bald etwas machen können wird. Das Leben ist sehr kostbar, wartet nicht, wir sollten versuchen zu helfen.

Die letzte Monsun Flut in Indien
Die letzte Monsun Flut in Indien
Dies ist auch wieder eine sehr gute Erinnerung für uns alle, "Nein zu Plastiktüten" zu sagen. Es ist sehr bequem, Plastiktüten, nicht biologisch abbaubare Tassen, Löffel und Gabeln zu nutzen. Aber derartige Dinge schaffen so viel Müll, der allmählich unser Heim zerstört. Wie schon gesagt, wir haben nur ein Heim, und wir teilen dieselbe Luft, wir teilen dieselbe Wasserquelle und jetzt teilen wir auch die Viren. Wir menschliche Wesen sind sehr unfreundlich, besonders die Leute, die unbesorgt Plastik nutzen, das Wasser und die Luft verschmutzen. Wir nehmen alles für selbstverständlich in dieser Welt. Wegen unseres Egoismus und unserer Unbesorgtheit leiden Wesen woanders ungeheuer. Manchmal kann man es sehen und fühlen, manchmal nicht.

Dieser Tage machen alle ein großes Aufheben um die Schweinegrippe, diesen H1N1 Virus. Jeden Tag liest man in den Schlagzeilen, dass 6 Leute hier und 5 Leute dort daran starben, und dass alle Länder besorgt sind und etwas tun sollten. Aber es kommt nie in die Schlagzeilen, wie viele unschuldige Leute, Tiere und andere Wesen geschlachtet, getötet, gefoltert und missbraucht werden. Wir denken nicht einmal daran. Dies erscheint mir sehr komisch, wenn ich daran denke. In Indien starben 6 Leute an der Schweinegrippe, unter einer Billion Menschen; aber wie viele Tiere töten wir in einer Stunde? Wie viele unschuldige Jungen und Mädchen werden missbraucht? Wir geben ihnen eine so schwierige Zukunft, indem wir nicht achtsam mit Luft und Wasser umgehen, indem wir Plastik und all diese Dinge nutzen. Sie machen nur ein großes Drama daraus. Ich will nicht sagen, dass es Unsinn ist, aber persönlich fühle ich mich sehr komisch, ich spüre, dass es eine große Lehre des Samsara ist.

Dies bedeutet, dass ihr mit allem sehr behutsam sein müsst. Meine Botschaft ist, dass wir besser Nein zu Plastiktüten sagen, oder allgemein NEIN zu allem, was nicht biologisch abbaubaren Müll schafft. Wir sollten auch Nein zur "Plastikmentalität" sagen. Ich möchte sagen, dass Leute nicht aufrichtig und nicht authentisch sind, sie sind wie Plastik. Daher müssen wir Umweltschutz nicht nur extern praktizieren, wir müssen auch inneren und geheimen Umweltschutz praktizieren. Ist das nicht eine großartige Lehre? Ich bin sicher, dass keiner von uns in ständiger Bedrohung durch Zyklone, Erdbeben, SARs, H1N1, oder viele H2N2, durch all diese Naturkatastrophen und Epidemien, die auf unnatürliche Weise durch uns Plastikleute verursacht werden, leben möchte. Lasst uns achtsam sein mit all unseren Taten durch Körper, Sprache und Geist, sodass wir unseren negativen Wirkungen keine Chance geben, uns einzuholen. Ganz klar wollen wir nicht in einer Welt der Angst leben und ständig ums Überleben in Katastrophen bangen.

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Ladakh Katastrophenhilfe

UPDATE 11.08.2010: Seine Heiligkeit geht selbst ins Katastrophengebiet um zu helfen. Er bittet uns alle nochmals, großzügig zu spenden. Die Situation spitzt sich zu. Ein PDF zur Situation in Ladakh kann hier runter geladen werden.

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