logo800years

   
Text Size

holiness

Wahres Glück wird in einem selbst gefunden und kann nicht definiert werden in Begriffen von Wohlstand, Macht, Ehre oder Eroberungen.

-    Buddha Shakyamuni  - 

Eine aufregende und freudvolle spirituelle Yatra

Vorsicht, öffnet in neuem Fenster. PDFDruckenE-Mail

Pad Yatra

Pad Yatra

15. Juli 2009

Nach der Pad Yatra kamen viele Leute zu mir und sagten, dass es ihnen leid täte, dass ich eine so schwere Zeit am Shingola hatte, 2 Tage lang ohne Essen und Schutz. Ich war ziemlich schockiert, als ich ihre einfühlsamen Bemerkungen hörte, da ich bei der gesamten Pad Yatra am Shingola die beste und aufregendste Zeit überhaupt hatte. Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern. Wie wir Menschen doch immer Gerüchte über Kleinigkeiten in die Welt setzen! Denkt doch nur, wie konnten wir überleben ohne 2 Tage lang zu essen? Es ist doch unmöglich selbst nur einen Tag zu überleben! Wir warteten tatsächlich 2 Tage lang auf die Maultiere und Pferde. Wir hatten Zelte, wenn auch nicht alle mit uns mitkamen. Wir mussten mehr Leute in ein Zelt zwängen, und einige Leute hatten keine Schlafsäcke, die waren bei den Mulis, somit hatten sie ein paar kleinere Schwierigkeiten, aber überhaupt kein größeres Problem.

Überquerung des Shingola, voller Erregung und Spaß

Den Shingola zu überqueren war für mich der aufregendste Teil der gesamten Reise. Die einzige Sorge von uns allen war die Sicherheit der Mulis und Pferde. Sie konnten einfach in dem schmelzenden Schnee nicht gehen, sie rutschten aus und fielen öfters hin. Sie taten uns wirklich sehr leid. Als Live to Love Praktizierende nahmen die Mönche und Nonnen die Last von den Pferden und Mulis, sodass diese lieben Tiere ohne irgend etwas auf ihrem Rücken gehen konnten, und dann konnten sie sicher gehen. Also dies war das einzig kleine Problem, das wir hatten; ansonsten hatten wir alle eine sehr aufregende Zeit und viel Spaß.

Obwohl wir körperlich sehr müde waren am Shingola, verschwand unsere Müdigkeit sofort, wenn wir Freude hatten. Unsere Mönche und Nonnen gingen mehrfach hinauf auf den Pass, um dann im Schnee wieder herunter zu rutschen. Ich war sehr überrascht zu sehen, wie energiegeladen sie waren, wenn es um den Spaß ging. Ich kann verstehen, dass sie außer Mönchen und Nonnen auch noch menschliche Wesen sind. Ich genoss, Ihnen zuzusehen, wie sie sich amüsierten. Ich selbst habe mich nicht getraut, den Schneehang hinunter zu rutschen. Vielleicht spürte ich, dass ich zu plump und schwer war, und geistig fühlte ich mich alt neben all diesen Spaß liebenden Mönchen und Nonnen, die ich als meine Söhne und Töchter ansehe. Ich denke, ich erfreute mich viel mehr daran, sie zu beobachten, wie sie Spaß hatten und sich am Schnee freuten. Es war wirklich nicht so kalt; es hatte etwas unter minus 20 Grad und dies erachtete ich als eine angenehme Temperatur für mich.

Leider gibt es kein Foto vom Spaß am Shingola, aber am Sengela hatten die Mönche und Nonnen den selben Spaß  

Einige Einheimische, die wir trafen, sagten uns, wir seien verrückt, den Shingola an jenen Tagen zu überqueren, wo er gesperrt und voller Lawinen war. Aber es muss am Segen der Götter gelegen haben, dass wir keiner Lawine begegnet sind; es gab nur starken Wind und Schneetreiben, es war ein reines Vergnügen, wie eine Abenteuerreise. Ihr könnt selbst auf den Fotos sehen, dass alle das große Grinsen hatten, niemand hatte einen traurigen oder enttäuschten Ausdruck.

Alte Buddha Gravuren in der Felswand, die der Welt zur Ermutigung gezeigt werden sollten 

Auf der Reise kam ich an vielen alten und historischen Zufluchtsobjekten vorbei, die der Welt noch eröffnet werden müssen und die nicht einmal uns allen vor dieser Reise bekannt waren. Ich spüre noch immer die Erregung, sie in einigen unserer alten Klöster entdeckt zu haben. Ich bin inspiriert, sie zu heiligen Pilgerstätten zu machen, da der Anblick dieser heiligen Objekte zweifellos eine Ermutigung für alle Praktizierende echter Spiritualität sein wird und daher einer Menge Wesen rund um die ganze Welt nutzen wird. Wenn ich dem aus der Sicht des Live to Love Aspektes "Erbe" einige Anstrengungen widmen kann, denke ich, dass dies ein sehr bedeutendes Projekt für uns alle ist. Ich bin sehr erregt und positiv gestimmt, dies zu verwirklichen. Wenn wir es in diesem Jahr nicht materialisieren können, dann sollte es unbedingt das Ziel für nächstes Jahr sein.

Ich möchte einige Worte der Anerkennung verlieren um meine Wertschätzung aus der Tiefe meines Herzens für alle Organisations- und Arbeitskomitees der Jungen Drukpa Organisation (YDA), die ich vor kurzem gründete, zum Ausdruck zu bringen. Sie bemühten sich so gut um uns, auch um all meine Gäste. Sie handelten wirklich entsprechend meinen Wünschen. Zum Beispiel sind sie aktiv beteiligt, mit der Hilfe der indischen Regierung das Markha Tal in den "Hemis Nationalpark" zu verwandeln. Der Hemis Nationalpark fällt unter die Umwelt Schutzzone, in der mehr als 20 kostbare Spezies geschützt und umsorgt werden. Wir machen viele solche Dinge, aber reden nicht darüber. Vielleicht ist es jetzt aber wichtig, den Leuten zu sagen, dass unser YDA und unsere vielen verschiedenen Gemeinschaften schon viel getan haben, um die natürliche Umwelt zu schützen. Diese Art Aktivitäten, bei denen nicht nur theoretisch geredet, sondern tatsächlich etwas getan wird, können ein großes Beispiel für YDA in vielen Teilen von Ladakh und den Himalayas sein. YDA Mitglieder haben im Stillen einen öko-freundlichen Tourismus gefördert, zum zu Hause bleiben ermutigt und vom Gebrauch nicht biologisch abbaubarer Produkte in Ladakh gewarnt. Sie haben eine Menge Energie da rein gesteckt, was mich sehr gefreut hat.

Ich nutzte auch die Gelegenheit, die Dorfbewohner und Willkommens Komitees vom Gebrauch von Wegwerf- Tassen und Tellern, Plastikflaschen und Plastik Bechern abzuhalten und ich denke wirklich, dass ich sie auch davon abhalten sollte, mir und meinem Anhang in Zukunft abgepackte Getränke anzubieten. All diese verpackten Säfte und Lebensmittel sind tatsächlich eine der Hauptquellen des Mülls. Ich bin sehr glücklich, wenn mir traditioneller Tee, Tsampa (geröstetes Gerstenmehl) und traditionelles Essen ohne Plastik angeboten wird. Tatsächlich denke ich auch, dass die veränderten Ernährungsgewohnheiten an einigen Orten, die ich dieses Mal besuchte, gesundheitliche Schwäche hervorrufen. Tsampa und traditionelles Essen sind am besten für die Gesundheit, sie sind nahrhaft und tragen auch nicht zur unnötigen Verschmutzung der Umwelt bei. Wir sollten alle unser Bestes geben, dies zu verbreiten. Eine meiner Hauptziele der Yatra war die Ermutigung der Einwohner, ihre eigene Kultur und ihre eigene Schönheit wert zu schätzen, einschließlich der Schönheit ihrer Nahrung und vieler anderer Dinge.

Das Bewusstsein über Umweltschutz sollte nach dieser Yatra aktiver weiterentwickelt werden. Ich war auch froh darüber, dass Mönche und Nonnen, die ich sah, wie sie Müll und Plastik in die Flüsse und überall hin warfen, lernten, Müll aufzulesen und auch aufhörten, Fertigessen und -getränke zu sich zu nehmen und damit weniger Müll und Abfall produzieren. Wir alle müssen eine praktische Lösung finden, was wir mit dieser Art von Müll machen und wie wir ihn minimieren können.

Von Phanjila nach Hemis (nur 1/3 unserer Strecke) sammelten wir 60.000 Plastikflaschen, 10.000 Kaugummi- und Tabakverpackungen und auch 5.000 Getränkedosen. Was wir vorher aufgelesen hatten war weniger, da diese Gegenden nicht so zugänglich über Strassen waren und auch nicht so kommerzialisiert. Ich konnte meinen Augen nicht mehr trauen, als ich den Müllberg sah, den meine Mönche und Nonnen an den Flüssen und Bächen und in den steilen Schluchten aufgelesen hatten. Ich war wirklich schockiert. Wenn die abgelegenen Orte, durch die wir in den 42 Tagen kamen, so voll mit Müll sein können, dann wundert es mich, wie viel mal mehr Müll wir Stadtmenschen jeden Tag anhäufen. Wenn dies in unseren Verdienst mit aufgenommen werden kann, dann müssen wir wirklich ein paar mehr Planeten finden, um unseren Müll zu entsorgen.

Wie auch immer, es liegt noch ein weiter Weg der Erziehung vor uns. Ich hoffe, dass alle in meiner kleinen Gemeinschaft, wenigstens aber meine Mönche und Nonnen in all unseren Klöstern anfangen werden, bewusster zu sein und ihr praktisches Wissen zu verbessern, wie man sich unserer Natur und unserer Umwelt annehmen kann.

Die Leute mit Herz und Aufrichtigkeit

Wegen ihrer Liebe zu mir und ihrer Hingabe an die Linie, habe ich die Bitte der Ladakhis erfüllt, meinen nächsten Geburtstag in Ladakh zu feiern. Der Geburtstag wird also im Naropa Palace oder Naro Photang in Shey gefeiert. Einige Leute werden denken, warum Shey schon wieder? Es bedeutet nicht, dass Shey eine einzigartige Umgebung hätte; es ist wegen dem Platz und der Temperatur dort im Winter, die es leichter machen, eine so riesige Versammlung zu organisieren. Für mich bedeutet es, dass ich meinen Geburtstag in Ladakh haben werde, nicht in Shey speziell, wegen der Liebe, Zuneigung und Aufrichtigkeit, die das gesamte Ladakh und die Himalayas mir geben. Deshalb versprach ich ihnen, zu meinem Geburtstag nach Ladakh zurückzukehren. Mein Hauptbedürfnis ist nicht, meinen Geburtstag zu feiern; es ist nichts Besonderes am Geburtstag feiern. Es ist eine Entschuldigung um YDA und alle zu ermutigen, mit ihren Live to Love und anderen humanitären Aktivitäten, einander zu helfen, weiterzumachen, die Idee, die Umwelt sauber und gesund zu halten eingeschlossen, ebenso die Aufforstung und die Bemühungen um die Umwelt. Wo ich auch hingehe und was ich auch tue, die Entschuldigung kann beliebig sein, das Ziel ist, die Leute zu ermutigen, LIVE TO LOVE zu praktizieren. Ich schaute auf die Live to Love website und war sehr aufgekratzt zu sehen, dass sogar unsere Freunde und jungen Leute in Bhutan aktiv an Live to Love beteiligt sind. Wir sollten alles Mögliche fortsetzen, um Live to Love zu fördern und bekannt zu machen und uns mit ganzem Herzen in den Aktivitäten engagieren, zum Wohle aller Wesen.

Ich hätte es bestimmt gerne, wenn all meine Schüler und Freunde außerhalb Ladakhs bei meinem Geburtstag zusammen kämen. Ich werde Belehrungen über den "kostbaren Schmuck der Befreiung" (the Jewel Ornaments of Liberation) von Gampopa geben. Ich weiß nicht, ob es in Englisch übersetzt werden wird, oder nicht. Selbst wenn es übersetzt werden wird, weiß ich nicht, ob es eine gut abgehandelte Belehrung sein wird, oder nicht - wegen der wie immer knappen Zeit um einen so großen Band an Belehrungen abzuarbeiten. Ich werde nur 13 Tage zur Verfügung haben und ich denke nicht, dass dies für so viel Stoff ausreicht, aber ich werde mein Bestes geben. Wenn es Nachfrage von den Englisch sprechenden Leuten gibt, und wenn diese Menge groß genug ist, werde ich die Organisatoren bitten, eine Simultanübersetzung anzubieten.

Beim Gehen mit Rigdzin Namgyal, der mir jetzt fehlt

Ich möchte auch Rigzin Namgyal danken, dessen Familie vorwiegend Drukpa Anhänger sind; was sie auch immer machen, sie machen es bedingungslos für mich und unsere Linie. Sein älterer Bruder Gyalpo leistete uns auch große Dienste bei den letzten paar Pilgerreisen, aber dieses mal war Gyalpo sehr beschäftigt wegen Arbeit für die Regierung. Rigzin war großartig, und alle waren glücklich gegen Ende und konnten ihre Augen nicht von Rigzin Namgyal abwenden, besonders ich. Ich vermisse noch immer seine Anwesenheit und hoffe, dass wir wieder zusammen kommen werden, und ähnliche Dinge für Live to Love und humanitäre Aktivitäten in der Form von Pilgerreisen oder jeglich anderer Form machen werden.

Ich habe nicht mehr viel zu sagen, da es sehr spät wird. Darum ist das alles für jetzt. Ich habe einige Fotos der Pad Yatra auf meine Fotogallerie gestellt, die ich mit euch teilen möchte.

Kommentare (0)

RSS feed Kommentare

Zeige/Verstecke Kommentare

Kommentar schreiben


busy

Ladakh Katastrophenhilfe

UPDATE 11.08.2010: Seine Heiligkeit geht selbst ins Katastrophengebiet um zu helfen. Er bittet uns alle nochmals, großzügig zu spenden. Die Situation spitzt sich zu. Ein PDF zur Situation in Ladakh kann hier runter geladen werden.

Secured by Siteground Web Hosting