"Überprüfe dich laufend selbst, praktizierst du Dharma oder spielst du Drama ?" |
Wintergebete in Ladakh

04. März 2009
Die Wintergebete in Ladakh verliefen sehr gut. Das Wetter war ungewöhnlich wärmer, als früher. Es war minus 28 Grad und eben jetzt nur minus 18 Grad. Trotz des Schnees jedoch strömten die Leute nach Shey, um sich den 100 Millionen Vajra Guru Rezitationen anzuschliessen. Ursprünglich dachte ich, dass wir mindestens 4 bis 5 Tage brauchen würden, um das Mantra zu vollenden, da ich im Winter nicht so viele Leute erwartete, da das Wetter nicht dazu einlädt, im Freien zu sitzen und zu praktizieren. Trotzdem war das Endergebnis sehr gut. Wir vollendeten 100 Millionen Mani Mantras und 100 Millionen Vajra Guru Mantras. Natürlich muss der Dank an alle gehen, denn wie wäre es möglich, dies ohne die 45.000 Leute zu schaffen? Daher war ich sehr glücklich, dass wir diese beiden Praktiken auf einmal vollbringen konnten.
Ich war auch sehr gerührt, die Drukpa Hong Kong Sangha und einige Europäer bei unseren gemeinsamen Gebeten zu sehen. Speziell den Mädchen aus Hong Kong machte es nichts aus, ein sehr einfaches Zimmer in Hemis zu bewohnen und sie waren immer da und praktizierten in der Menge. Ich war nicht nur gerührt, sondern auch überrascht, da die meisten Stadtleute, die den Komfort gewohnt und daran verhaftet sind, dies nicht schaffen.
Ich nutzte die Gelegenheit, die Mönchsschule anzuschauen. Sie war noch immer im Bau, aber sie wird sehr schön. In Ladakh kann man nur 6 Monate im Jahr bauen, der Rest ist gefroren, da kann man nichts machen. Und natürlich gibt es finanzielle Hindernisse. Immer dieselben Geschichten, dieselben Probleme, wie die samsarische Existenz wieder und wieder. Ich hoffe, ihr seid nicht gelangweilt, wenn ich solche Dinge sage, wie Bau nicht fertig, nicht genügend Mittel für dies und jenes, usw. Wir hoffen, dass wir die Schule bis 2010 fertigstellen können, sodaß die Mönche sowohl moderne, wie auch traditionelle Ausbildung haben werden. Dies ist besser so für die Zukunft des Klosters.
Ich muss auch sagen, dass die Mönche in Hemis sehr süß und liebevoll waren. Aus eigener Initiative bauten sie eine eintausend Jahre alte Retreathütte zu meiner Residenz um. Sie fragten mich nicht einmal nach Geld, sie machten alles selbst. Ich war sehr gerührt und überrascht, als sie mich baten, mein neues Heim "einzuweihen". Ich hoffe, dass ich die Chance haben werde, viele Jahre im Retreat zu verbringen, um Erleuchtung für alle Wesen zu erlangen. Ich möchte den Mönchen für ihre Liebe und Fürsorge für mich danken.
Ich habe jetzt nicht viel zu sagen, da ich so beschäftigt bin mit dem Zangchod Mönlam in Swayambhunath, das wir vor ein paar Tagen mit meinen über 200 Nonnen hier begannen. Wir versuchen 100.000 Mönlam Praktiken in den nächsten 2 Tagen zu vollenden. Einige meiner Freunde und Schüler kommen auch einzeln hier an, um Geburtstag mit mir zu feiern. Ich wollte eigentlich keine Feierlichkeiten haben, nur eine spirituelle Zelebrierung an einem heiligen Ort wie Swayambhunath mit meinen Mönchen und Nonnen, die sind wie meine Töchter und Söhne, mit Zangchod Monlam Praxis, gewidmet für das gesamte Universum, die gesamte Welt, das ist alles. Da all diese Freunde und Schüler jetzt hier sind, denke ich, dass es auch gut ist, wenn wir hier alle zusammen kommen und etwas Gutes tun, und diesen Verdienst in alle Winkel der Welt widmen, was dringend gebraucht wird.
Dank Cindy konnte ich hier einige Fotos von ihr aussuchen, die ich euch zeigen möchte.
Übrigens, Happy Losar (ein glückliches Neues Jahr), ich komme immer zu spät für solche Sachen. Aber besser zu spät, als nie!
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Ladakh Katastrophenhilfe
UPDATE 11.08.2010: Seine Heiligkeit geht selbst ins Katastrophengebiet um zu helfen. Er bittet uns alle nochmals, großzügig zu spenden. Die Situation spitzt sich zu. Ein PDF zur Situation in Ladakh kann hier runter geladen werden.






