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zum bevorstehenden Asienbesuch
bevorstehender Asienbesuch

14. Oktober 2008
Hier geht es weiter, wo ich beim letzten Mal aufhörte. Von Manali aus gingen wir zu den heißen Quellen von Manikaran und dann nach Bhuntar. Ursprünglich dachte ich, dass ich noch am selben Tag in Delhi ankommen könnte, aber der Terminplan wurde ein wenig kompliziert und ich kam einen Tag später nach Delhi.
Die Leute, die den neuen Drukpa Tempel in Manikaran Hot Spring verwalten, baten mich, sie zu besuchen. Ich nahm ihre Einladung an, weil ich dachte, dass es nur eine halbe Stunde dauern würde, und ich dachte auch, dass der Besuch bei Seiner Eminenz Choegon Rinpoche Chokyi Sengye im Druk Dechen Choekhor Ling in Bhuntar eine weitere halbe Stunde dauern würde. Damit wäre es keine so große Angelegenheit gewesen, 2 Besuche auf einmal abzuhalten. Aber dann dauerte der Besuch im Drukpa Tempel von Manikaran fast 3 Stunden. An diesem so kleinen Ort warteten über 700 Leute auf mich und erwarteten Belehrungen und Übertragungen verschiedener Mantren von mir. Zu allem Übel konnte ich Ihre Bitten nach individueller Segnung nicht abschlagen. Das Tempel Komitee hatte auch ein so großes Mittagessen für mich und meinen Anhang vorbereitet, was mich so gerührt hat, sodass ich diese Opfergabe auch nicht abschlagen konnte. Damit brauchte es über 3 Stunden, bis ich mit allem in Manikaran fertig war.
Als wir dann nach Bhuntar kamen, war es schon ziemlich spät. Wir versuchten, den Tempel im Bau zu besuchen und dachten, dass niemand wissen würde, dass ich komme. So hofften wir, dass wir herumgehen und den Baufortschritt begutachten könnten, einige Mönche treffen und hallo sagen und dann nach Delhi weitereilen würden. Wegen der High Tech Spielzeuge, wie mobile Telefone, wurde mein Reiseplan verfolgt, und als ich im Kloster von Choegon Rinpoche ankam, waren schon die 8 glücksverheißenden Symbole auf die Strasse gemalt und alle Mönche hatten ihre traditionellen Kostüme angezogen und begrüßten mich in einer Willkommensprozession. Ich habe es nicht gewagt, ihnen zu sagen, dass ich es eilig hatte, nach Delhi weiter zu eilen. Also setzte ich mich auf den Thron und akzeptierte Mandala Opfer, nahm Tee und traditionellen süßen Reis zu mir. Ich versuchte, sie zu bitten, die traditionellen Riten schneller aufzuführen, aber es dauerte doch über 2 Stunden. Dann war da eine Nonne unter den Mönchen, die kam, um mich zu treffen. Ich spürte eine sehr gute Verbindung zu ihr und sagte spontan "Schön, dich zu treffen, wie geht´s?" Sie sagte, es ginge ihr gut und ging lächelnd davon. Ich gab dem keine besondere Aufmerksamkeit, da viele Leute heraufkamen, um mich zu sehen. Danach eilten wir alle in unsere Jeeps. Man sagte Sey Rinpoche, dass sie Karmapa Ogyen Trinlay´s Schwester sei; er hatte dies zuvor nicht gewußt. Ich dachte, dass dies eines dieser kleinen unerwarteten Dinge war. Speziell, da mir gesagt wurde, dass ihre Familie zu unserer Drukpa Linie gehöre und ich somit auch zu ihnen eine sehr gute Verbindung haben sollte. Wie auch immer, wir fuhren hinunter nach Delhi und heute kamen wir alle zurück nach Druk Amitabha Mountain, bereiteten die Belehrungen für morgen und die nächsten Tage für die Nonnen, Mönche und die sonstigen Massen vor.
Als ich ankam, erhielt ich die Nachricht vom Börsenzusammenbruch. Einige meiner Freunde und Schüler schrieben mir, dass die Weltfinanzmärkte in großer Bedrängnis seien, da einige alte Banken nicht in der Lage seien, ihre Schulden zu bezahlen, eine Bank nach der anderen würde zusammenbrechen und jetzt fallen sogar die Preise von Öl, Stahl etc. Ich erinnere mich, dass ich vielen meiner Freunde und Schüler gesagt hatte, dass dieses Jahr ein Jahr großer Veränderungen und Unruhen sei, somit seien eine Menge Gebete erforderlich und die Leute sollten ihren Geist ständig auf die spirituelle Praxis gerichtet halten. Je schwieriger die äußere Situation ist, desto mehr innere Kraft müsst ihr entwickeln, um das Gleichgewicht zu halten und nicht verrückt zu werden, damit ihr nicht mit den Wellen des Samsaras auf und ab getrieben werdet. Dies ist sehr wichtig. Die Börse kann als direkte Reflektion von Gier gesehen werden und wenn ihr nicht wisst, wie ihr die noch folgenden Gifte handhaben sollt, werdet ihr betroffen. Wenn es aufwärts geht, seid ihr so glücklich und wenn es wieder herunter geht, seid ihr so traurig. Eure Emotionen werden auch wie die Börse und wenn dies passiert, kann ich euch frei heraus sagen, dass eure spirituelle Praxis nicht stark genug ist und dass dies eine gute Gelegenheit für euch ist, das Verständnis zu gewinnen, wie man all die negativen Emotionen in spirituelle Stärke umwandelt. Es ist besser, dass ihr dies jetzt tut, anstatt euch emotional instabil zu belassen und euren Geist allmählich zu töten.
Trotz aller negativen Umstände bin ich sehr glücklich, dass meine Schüler in der Lage sind, sich zufrieden zu geben; das will ich sehen. Einige Leute, die ich kenne, hatten sogar lange Gesichter, als die Börse himmelhoch stieg, sie waren ständig deprimiert. Dies ist ein sehr trauriges und unglückliches Zeichen. Jetzt müssen sie in noch schlechterer Verfassung sein.
Obwohl dies eine sehr unglückliche Finanzkrise ist, bin ich ganz zufrieden zu sehen, wie meine Schüler ihr Lächeln und positive Einstellung bewahren können, selbst wenn sie eine Menge Aktien an der Börse halten. Dies ist das Ergebnis oder Resultat spiritueller Praxis. Eines Tages werden sie sicher wieder sehr hohe Börsenwerte erleben, auch dann müssen sie in diesem Gleichgewicht der Emotionen bleiben. Dies werde ich von ihnen erwarten, wenn das nicht eine zu hohe Erwartung ist.
Wie immer, es ist eine Tatsache, dass die Welt eine Menge leidet. Ich werde persönlich dafür beten, dass dieses Loch bald wieder gefüllt wird und alles wieder in den normalen Bereich zurückkehrt. Gerade in dieser sehr schlechten Zeit war ich sehr überrascht, dass eine meiner Schülerinnen, Jigme Rigdzin Wangmo, mir bzw. meinen Projekten vor ein paar Tagen 1 Million US$ gespendet hat. Ich hoffe und vertraue darauf, dass alle spirituell Praktizierenden trotz der schlechten Zeiten weiterhin in der Lage sein werden, ihre Meister und spirituellen Linien zum Wohle aller fühlenden Wesen zu unterstützen, damit diese Praktizierenden auch eine Frucht davon tragen werden, wohlhabend zu sein. Der Grund, Geld zu haben, ist anderen zu helfen. Anderen wirklich von Herzen zu helfen ohne jegliche egoistische Absicht ist eine sehr gute und wirkungsvolle Art, Verdienst anzusammeln. Wenn ihr Geld nicht einmal Verdienst für sie selbst und andere ansammeln kann, worin liegt dann der Sinn, materiell wohlhabend zu sein? Wenn man die Früchte des materiellen Reichtums davontragen will, sollte man zumindest in der Lage sein, etwas für andere zu tun.
Von einigen engen Freunden aus anderen Teilen Asiens erhielt ich sogar die Nachricht, dass die Organisatoren in Taiwan sie baten, Geld für meine bevorstehende Reise nach Taiwan aufzubringen. Ich hörte sogar das Gerücht, dass einige Organisatoren gesagt hätten, dass meine alten Unterstützer und Schüler dort jetzt verschwunden seien, da ich lange nicht nach Taiwan ging. Ich bin sehr überrascht, dass so eine Nachricht verbreitet werden kann. Ich glaube nicht, dass meine Organisatoren in Taiwan jemals herumgehen würden und um Unterstützung bitten, da sie selbst mehr als in der Lage sind, meinen kurzen Besuch zu handhaben. Keiner meiner Besuche zu jedwedem asiatischen Land kann sich mit meinem bevorstehenden Besuch nach Vietnam vergleichen. Aufgrund der echten Devotion der vietnamesischen Bevölkerung für Avalokiteshvara und daher auch zu Tsangpa Gyares Linie, unsere Linie, begannen die vietnamesischen Anhänger bereits in der Minute, als ich das letzte Mal Vietnam verließ, meinen Besuch vorzubereiten. Natürlich muss ich auch sagen, dass Khamtrul Rinpoche, obwohl er in Bhutan lebt, den vietnamesischen Anhängern enorme Unterstützung gegeben hat und natürlich auch enorme Ermutigung.
Ich war seit 13 Jahren nicht mehr in Taiwan und es ist ziemlich entmutigend, derartige Gerüchte zu hören, noch bevor ich überhaupt dort angekommen bin. Wir werden schon sehen, was passiert. Da Lama Sönam sehr beschäftigt ist, Gebete für die Beerdigung seines verstorbenen Bruders zu organisieren und den Tempel, den er für die Drukpa Linie gebaut hat, zu meinen Besuch fertig zu bekommen, ist Jean Chen so ziemlich die einzige Person, die alles von A bis Z erledigt, natürlich mit Unterstützung von ein paar Freunden und Schülern. Ich übergab ihr die volle Autorisierung für die Organisation meines Besuches in Taiwan, da sie nach meiner Meinung eine der vertrauenswürdigsten und fähigsten Schüler ist, die ich in Taiwan habe. Ich habe volles Vertrauen, dass derart entmutigende Gerüchte sie auf lange Sicht stärker und zuversichtlicher machen. Ich denke, wenn sie es dieses mal gut macht, werde ich bestimmt nach Taiwan zurückkehren, um ein längeres Retreat zu leiten, statt nur 2 Tage wie dieses mal. Ich denke auch darüber nach, Sengey Tsewa mit Initiation in das Programm mit aufzunehmen. Wie ihr wisst, ist Sengey Tsewa eine Praxis, die das Ego abschneidet und dies kann eine Menge weltlicher und spiritueller Hindernisse im Leben beseitigen. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Leute in Taiwan eine derartige Praxis ernsthaft und dringend durchführen, damit ihr Leben verbessert werden kann. Jean hat ein sehr schönes Programm mit Namen "Tschüss Stress, Hallo Natur des Selbst" für mich aufgebaut. Das gefällt mir sehr gut, es klingt wirklich sehr lebendig und praktisch. Ihr könnt alle Details auf der Website sehen, die sie für meinen Besuch aufgebaut hat: www.drukpa-taiwan.org.
Zu meinen Freunden und Schülern in Hong Kong: sie waren immer und ununterbrochen unterstützend und befolgen meine Anweisungen ohne zu zögern oder zu fragen. Sie sind wie meine goldenen Kinder unter den asiatischen Anhängern. Trotz des letztlichen Zusammenbruches der Börse arbeiten alle Schlüsselpersonen wie Alice, Connie, Cindy und Kin weiterhin so hart, um Mittel für die Aufrechterhaltung von Druk Amitabha Mountain zu beschaffen. Natürlich tragen auch die humanitären Drukpa Gruppen aus Frankreich und Großbritannien dazu bei. Dieses mal war ich besonders gerührt von Cindy´s emails. Sie erlebte kürzlich eine Menge Höhen und Tiefen, da es Ricky, ihrem Mann, nicht gut ging. Dennoch hat sie zielgerichtet die Mittel für den Hauptteil der Unterhaltung von Druk Amitabha Mountain, wo über 300 Leute leben, beschafft. Ich weiss, dass dies eine schwere Zeit ist, aber ich kann ihr versichern, dass die gesamte Drukpa Sangha gemeinsam für ihren Ehemann und ihre Familie betet, nicht, weil sie Mittel beschafft, sondern weil sie wirklich wie ein goldenes Kind mit goldenem Herzen ist, die ihren Schwestern, den Nonnen auf Druk Amitabha Mountain, hilft. Ich bin dankbar und stolz auf all diese Kinder. Ich bin immer so gerührt, wenn ich an all diese meine goldenen Kinder denke, die mir niemals Kopfzerbrechen machen und niemals Zweifel hegen.
Ich muss auch sagen, dass Drukpa Penang und Drukpa Butterworth, wie auch Drukpa Vietnam, sehr hart gearbeitet haben, meinen Besuch zu organisieren, seit dem Tag an, an dem ich Penang letztes Jahr verließ. Deshalb habe ich enormes Vertrauen, dass ihre Programme sehr erfolgreich sein werden. Aufgrund ihres Enthusiamus und ihren Anstrengungen, die sie durch verschiedene Kanäle und Äußerungen gezeigt haben, habe ich beschlossen, ihnen 2 zusätzliche Nächte zu geben. Ich werde in Drukpa Penang am 1. Dezember und in Drukpa Butterworth am 2. Dezemebr lehren zu welchem Thema auch immer ihnen für ihre Mitglieder günstig erscheint. Belehrungen zu erbitten ist eine der 7 Zweige der Ansammlungen, einige Zentren und Organisatoren fragten erst in der letzten Minute nach, damit spürte ich, dass da kein Gespür für Devotion vorhanden war und dann wird das Ergebnis sicher auch enttäuschend sein. Wie auch immer, wegen der kürzlichen Finanzkrise entschied ich schließlich, dass die Leute in Kuala Lumpur mehr Führung darin brauchen, mit Stress umzugehen. Daher werden am 3. und 4. Dezember 2 Nächte mit Belehrungen und geführter Meditation in Drukpa Kuala Lumpur sein. Ich habe die Terminfragen entschieden und werde auch meine Terminseite entsprechend vervollständigen.
Weitere Nachrichten werden folgen... Ich habe ein neues Familienmitglied. Morgen werde ich euch mehr über Zhonu erzählen...
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Ladakh Katastrophenhilfe
UPDATE 11.08.2010: Seine Heiligkeit geht selbst ins Katastrophengebiet um zu helfen. Er bittet uns alle nochmals, großzügig zu spenden. Die Situation spitzt sich zu. Ein PDF zur Situation in Ladakh kann hier runter geladen werden.






