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"Um zu sehen, wo du früher geboren warst, schau was du jetzt bist; um zu sehen, wo du als nächstes geboren werden wirst, schau was du jetzt tust !"
- Seine Heiligkeit, der 12. Gyalwang Drukpa -

Rückreise aus Garsha

Auf dem Rückweg aus Garsha

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12. Oktober 2008

Im Moment bin ich in Manali, wohne in der Residenz Seiner Eminenz Sey Rinpoche und erfreue mich seiner Gesellschaft wie in jenen alten Tagen. Wie gewöhnlich begleitete er mich den ganzen Weg über in die Täler von Garsha und Lahaul. Trotz der großen Entfernung, dem schlechten Straßenzustand und all den schwierigen Bedingungen, nahm er die Mühe auf sich, mit uns zu kommen. Ich schätze seine lang anhaltende Freundschaft und enge Verbundenheit. Wir wuchsen unter der Führung meines geliebten Gurus zusammen in Darjeeling auf. Er war so ein cleverer Junge und ich ein so dummer. Als kleine Jungen waren wir sehr schelmisch, versuchten alles, um Nyungnay zu vermeiden, da wir mittendrin hungrig wurden usw. Er schaffte es immer, der Bestrafung durch unseren Guru mit allerhand Tricks aus dem Weg zu gehen, und ich war wie der doofe Junge, der immer geschlagen wurde, ohne eine einzige Ausnahme. Wir verbringen immer so eine gute Zeit zusammen, nicht nur, weil wir zusammen aufgewachsen sind, sondern ich denke auch weil wir echtes Vertrauen haben und mit unserer Beziehung offen sind, darüber gibt es keinerlei Anmaßung. Natürlich sagen einige Leute, der Grund für unsere Nähe muss sein, dass ich Tsangpa Gyare und er Gotsangpa in der Vergangenheit war. Ich weiss nicht was ich dazu sagen soll, ausser dass ich weiss, dass er in unserem jetzigen Leben einer der wenigen Kollegen ist, auf die ich mich wirklich verlassen kann und nicht nur in professionellen Aktivitätenen der Linie, sondern auch auf seine echte Unterstützung, die aus seinem liebenden Herzen zu mir kommt. Obwohl er eine Familie und viele persönliche Schwierigkeiten hat, weiss ich, dass er 100%ig die Linie und meine Aktivitäten unterstützt.

Wir schafften all die kleinen Projekte, die wir auf dieser kurzen Reise erledigen sollten, bis auf die Nyungnay Praxis. Da Kartoffelerntezeit war, und die Dorfbewohner die Ernte aus dem Tal bringen mussten, konnten viele Leute nicht teilnehmen. Übrigens führten wir auch die Eröffnungszeremonie für das neu eröffnete Lahaul oder Garsha Druk Gawa Khilwa (DGK, Garsha/Lahaul) durch. Meine 48 Nonnen nahmen daran teil. Alle Bewohner waren so glücklich, da sie nun das erste Nonnenkloster in ihrer Geschichte haben. Ich erfuhr wieder, dass alle so erregt sind über alle Aktivitäten der Drukpa Linie, da die Leute des ganzen Garsha Tales schon seit über 700 Jahren Praktizierende der Drukpa Linie sind.

Es kamen ungefähr 10.000 Leute bei der Ansprache, die ich auf dem örtlichen nationalen Stadium gab, und sie zeigten aufmerksam ihre Liebe und Zuneigung. Ich denke, viele von ihnen waren aus entlegenen Drukpa Dörfern in ganz entlegenen Gebieten. Wie gewöhnlich gibt es ein Sprachproblem. Drei Übersetzungen mussten simultan erfolgen: Keylangisch, Hindi usw. Sey Rinpoche half mir zu übersetzen. Er übersetzte nicht nur, sondern half auch in den verschiedensten Ecken in unterschiedlichen Angelegenheiten. Ich möchte allen aus Garsha danken für ihre feste Devotion zu unserer Pel Drukpa Linie und ich kann eine sehr helle Zukunft für unsere Linie in Lahaul oder Garsha in Himachal Pradesh erkennen.

Übrigens hatten wir gestern so phantastisches Wetter auf unserer Reise. Wir hielten mehrfach an um zu Picknicken. Wir hatten Mittagessen und alles eingepackt. Ich erfreute mich wirklich der Atmosphäre der menschlichen und nicht-menschlichen Menge aus Garsha. Nun, das merkwürdige ist, dass an dem Tag, als ich aufbrechen wollte, alle sagten, dass wir eine sehr erschwerte Rückreise haben würden, da heftiger Schneefall für den 10. und 11. Oktober vom Wetterbericht vorhergesagt war. Dies waren genau die 2 Tage, an denen wir unterwegs sein mussten und wir mussten zwangsweise über die Pässe. Ich fragte, wie zuverlässig die Wettervorhersage sei, und alle alten und jungen Regierungsbeamte, Mönche und Laien sagten, dass sie noch nie falsch war. Ich sagte "Huch, das ist keine gute Nachricht." Aber ich versuchte, mich nicht zu sehr darum zu sorgen, da ich auch viele Leute sagen hörte, "mit diesem Mann (Gyalwang Drukpa) sollte alles gut gehen." Und wie ich bereits sagte, war die Reise sehr entspannt und wundervoll sowohl für mich, als auch meinen Anhang.

Da die Internetverbindung nicht so gut ist, werde ich einige Fotos hochladen, wenn ich zurück in Delhi oder Kathmandu sein werde . Es gibt noch weitere Nachrichten mitzuteilen, bleibt auf der Frequenz (was immer das auch heißen mag)... 

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Ladakh Katastrophenhilfe

UPDATE 11.08.2010: Seine Heiligkeit geht selbst ins Katastrophengebiet um zu helfen. Er bittet uns alle nochmals, großzügig zu spenden. Die Situation spitzt sich zu. Ein PDF zur Situation in Ladakh kann hier runter geladen werden.

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