| "Geschenke zu geben ohne die Hoffnung auf sofortigen oder späteren Nutzen, ist die Praxis der Boddhisattvas." |
Meine Gebete nach Garsha
Meine Gebete gehen nach Garsha

4. Oktober 2008
Morgen werde ich für eine Woche oder so nach Garsha gehen. Viele Leute baten mich, meine Reise zu verschieben, da es dort starken Schneefall gab, der viele Leute einschloss, auch Karmapa Orgyen Trinley, seine Schwester und Ihren Anhang, die per Jeep von Ladakh nach Garsha fuhren und dort 2 Tage lang festsaßen, bevor sie gerettet wurden. Ich muss der Regierung von Ladakh danken, ihnen 2 Hubschrauber geschickt zu haben, um sie nach Leh zu transportieren. Ich denke, mehr Hilfe wäre für die dort Hinterbliebenen erforderlich gewesen, von denen viele starben, da keiner kam, ihnen zu helfen. Ich denke, die Praktizierenden des Boddhisattva Pfades solten einander helfen und nicht schädliche Aktivitäten ermutigen. So war ich glücklich, dass meine Freunde in Ladakh fähig waren, Ihre Hilfe anzubieten, sodass Karmapa Ogyen Trinley und sein Anhang aus dieser Schneefalle entkommen konnten.
Tatsächlich hörte ich von dieser Nachricht erst nach meinem kurzen Retreat in Druk Amitabha Mountain. Einer meiner persönlichen Diener, Ngawang Sangpo, war zufällig in Ladakh und versuchte mich zu erreichen, da ein Verwandter von ihm, einer der Taxifahrer im Gefolge von Karmapa Orgyen Trinley, von der Lawine auf ihrem Weg hinunter getötet wurde. Viele der Ladakhis, deren Familienmitglieder auf dieser Reise getötet wurden, versuchten mich über Ngawang Sangpo zu erreichen, um für meine Gebete zu bitten. Unglücklicherweise war ich bis vor einigen Tagen im Retreat. Viele der Opfer waren Taxifahrer im Gefolge von Karmapa Orgyen Trinley und viele der unschuldigen Leute gingen aus Neugier mit. Zu allem Leid kam der heftige Schneefall plötzlich. Man sagte mir, dass die Wetterbedingungen bestens waren, als sie Ladakh verließen.
Seit dieser Nachricht haben meine Mönche, Nonnen, Yogis und ich selbst ununterbrochen gebetet und Poojas abgehalten. Ich bat auch all unsere Mönche und Nonnen in Ladakh, mit einer Serie von Gebeten und Poojas zu beginnen für all die vielen Wesen, vor allem menschlichen Wesen, die bei diesem unerwarteten Unfall verstarben. Ich bin überrascht, dass niemand einen Nachrichtenbericht in den Medien über diese Tragödie gemacht hat.
Seit ich in Delhi angekommen bin, versuchten meine Helfer meine Leute in Garsha zu kontaktieren, um mehr über die Situation herauszufinden und um sicherzugehen, dass ich nicht im Schnee stecken bleiben würde. Zum Glück ist das Wetter jetzt hervorragend und die Strassen wurden repariert und ordentlich gesäubert. Morgen werde ich persönlich nach Garsha gehen, um es auszuchecken und sicher zu sein, dass es allen gut geht. Ich möchte nicht all das glauben, was mir die Leute erzählen. Ich werde selbst gehen und wirklich selbst herausfinden, was da passiert ist. Wenn ich aus Garsha zurückkomme, werde ich hoffentlich in der Lage sein, mehr Neuigkeiten mit euch auszutauschen.
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Ladakh Katastrophenhilfe
UPDATE 11.08.2010: Seine Heiligkeit geht selbst ins Katastrophengebiet um zu helfen. Er bittet uns alle nochmals, großzügig zu spenden. Die Situation spitzt sich zu. Ein PDF zur Situation in Ladakh kann hier runter geladen werden.






