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Alle positiven oder negativen Ereignisse sind die Reflektionen des eigenen Geistes.

Ich schreibe aus Kathmandu

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Candle Offering at Swayambunath Stupa

26. April 2008

Ursprünglich wollte ich für ein Jahr in striktes Retreat gehen, aber wegen einiger unerwarteter Umstände konnte ich nicht. Vor allem wollte ich um meine Eltern sein, da sie alt werden und ihr allgemeiner Gesundheitszustand nicht stabil ist. Ich habe eine gute Zeit mit meinen Eltern und ich versuche mein Bestes, sie zu umsorgen, aber ich bin sicher, dass ich nicht einmal 10 Prozent leiste von dem, was sie für mich erbracht haben. Meine Mutter ist für mich keine gewöhnliche Mutter, sie ermutigt mich ständig, mich in echter Spiritualität zu engagieren und die acht weltlichen Dharmas zu vergessen. Sie selbst rezitiert ständig Mantras und bemüht sich um meinen Vater. Wie ihr alle wisst, leidet mein Vater an einer Art Rückenschmerzen. Sein ganzes Leben lang war er eine so aktive und lebendige Person, diese Art Gesundheitsprobleme entmutigt ihn wirklich sehr. Daher habe ich als Sohn die Pflicht, mich um die Gesundheit meiner Eltern zu kümmern und sicherzustellen, dass sie immer glücklich sind. Da sie so liebevolle Eltern für mich sind, habe ich eine sehr gute Zeit mit ihnen und ich schätze jeden Moment mit ihnen sehr.

Ich wollte in diesen Tagen eigentlich nicht bloggen, da ich bemerkte, dass viele meiner Freunde und Schüler sehr an den Tasten verhaftet sind und ich selbst wollte nicht in ihrer Haut stecken. Nun, es ist eine Art zu kommunizieren und ich habe auch hunderte von Emails erhalten, direkt oder indirekt von allen, die sich um mich sorgen; sie wollen wissen, was ich tue, ob ich ok bin, diese Art von Dingen. Da ich etwas Zeit habe, schreibe ich einfach, was mir in den Sinn kommt.

Die Nonnen hier sind sehr gut, sie verhalten sich so nett und erfüllen die Wünsche aller, indem sie ihre Praxis machen und perfekte Taten vollbringen. Es geht uns allen sehr gut. Ihr alle, meine Blogleser, ich denke, ich werde euch bald wieder sehen können, entweder hier auf Druk Amitabha Mountain oder sonst irgendwo in diesem Samsara. Zweifellos freue ich mich darauf, einige Treffen hier oben auf dem Berg zu arrangieren. Ich hoffe, ihr werdet alle etwas Zeit mit meinen Nonnen und Mönchen hier verbringen können, in die Pooja Praxis mit einsteigen und frei und glücklich zu sein. Sicher habt ihr noch positive Erinnerungen vom letzten Mal. Ich denke, wir sollten alle keine allzu grosse Pause haben, uns wieder zu treffen.

Ich habe Ngöndro gelehrt, speziell für einige Rinpoches, Nonnen und Mönche. Nach den Ngöndro Belehrungen werde ich Nonnen und Mönchen aus verschiedenen Klöstern höhere Tantra Belehrungen geben. Jetzt gibt es eine kleine Lücke für mich, ich kann das eine "Zeit zum Ausruhen" nennen. Das Ruhen entspricht tatsächlich sehr meinem eigenen Geist, ich glaube daran. Da ich diesen Glauben habe, greife ich nicht wirklich nach dieser Pause, ich denke, dass ich immer ruhe. Betet für mich, diese Art von Ruhe zu haben.

Ich möchte auch jenen gratulieren, die jeden 3. Sonntag "Live to Love" praktiziert haben, oder wann immer es die Gelegenheit dazu gibt. Ich habe über eure Aktivitäten gelesen und ich bin gerührt von euren Anstrengungen. ich weiss, Live to Love ist leichter gesagt, als getan, aber man kennt die wahren Potentiale und Fähigkeiten nicht, bis man es probiert. Ich bin sicher, dass anderen zu helfen viel Freude und Glück bringt.

In den Nachrichten lese ich, dass es gerade jetzt überall auf der Welt Probleme gibt. Knappheiten an Lebensmitteln, Wasser, guter und frischer Luft etc. Ich denke, was wir auch immer erfunden haben, unser Leben besser zu machen, hat letztendlich dazu beigetragen, Ursache für unsere Miseren zu sein. Buddha und unsere großen Meister sind so weise, uns zu sagen, dass wir achtsam sein sollen mit all unseren Aktivitäten, unserer Rede, unseren Gedanken etc. Wir sind wohl nicht die Helden, um Frieden auf diese Welt zu bringen, aber wir können versuchen, etwas Friede, Liebe, Freundlichkeit und Freude für die um uns herum zu bringen. Versucht, Leute nicht zu erzürnen, versucht, keine schroffen Worte zu verwenden und versucht, euch um eure eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Viele der Probleme und Konflikte sind das Ergebnis von Neugier und dem Bemühen um sich selbst. Es macht keinen Sinn, in einem Tempel, Kloster oder Zentrum zu praktizieren und es macht keinen Sinn zu meditieren, wenn das nicht deine Haltung und Beziehung zu anderen verändert und verbessert. Ich finde es manchmal sehr ärgerlich, wenn mit Leute sagen "Ich benehme mich immer gut vor Dir." Aber die meisten Leute sehen mich nicht mehr, als 10 Minuten im Jahr oder in Jahren. Bedeutet das also, dass ihr nur in diesen kurzen Momenten, in denen ihr mich seht, nett und freundlich seid und sonst nicht? Es fällt mir schwer, diese Logik oder Unlogik zu verstehen.

Ich weiss, einige von euch wollen wirklich über all meine Bewegungen informiert werden. Aber deshalb schreibe ich nicht hier. Ich schätze viele von euch, die spüren, dass was immer ich hier sage, ihnen etwas bedeutet; das will heissen, dass es euch vielleicht eine Art Ermutigung in eurem Leben gibt, in eurem hektischen und stressigen Leben. Ich bin froh, dass ich in der Lage bin, diese kleinen Dinge mit euch allen, meine Freunde und Schüler, zu teilen, weil ein gewöhnliches Wesen wie ich nicht viel tun kann, die Welt zu ändern und nicht einmal unserer Linie viel helfen kann. Jemand schrieb an eine meiner Organisationen "eure Linie stirbt, selbst der Gyalwang Drukpa sagt dies" und er sagte noch viele andere Dinge, die so viele meiner Leute sehr aufbrachten. Aber ich stimme ihm zu. Wir können uns exakt fragen "wer lebt schon ewig in dieser Welt?" Nicht nur unsere Linie stirbt, die gesamte Spiritualität stirbt, deshalb gibt es so viel Leiden. Deshalb sagte ich in meinen vorherigen Botschaften, dass jene von uns, die noch leben, unser Bestes geben sollten, die Linie am Leben zu erhalten, nicht für unser eigenes Wohl. In keinem Moment meines Lebens habe ich je gedacht, die Linie für mein eigenes Wohl oder für mich selbst zu schützen und zu bewahren. Egoistisch gesehen hätte ich ein weitaus besseres Leben haben können, ohne diese über 800 Jahre alte Verantwortung tragen zu müssen. Aber wie ich immer wieder sagte, ohne Linie gibt es keinen Segen und es tut mir wirklich sehr leid für unsere großen Vorväter, die so hart arbeiteten, um uns dieses Erbe zu erhalten. Aber wir schätzen es nicht und einige Leute meinen sogar, dass ich politisch sei. Ist es nicht erstaunlich zu sehen, wie unsere Wahrnehmung uns austrickst zu glauben, dass Illusionen die letztendliche Wahrheit seien?

Nun, ich habe dieses Mal keine Fotos zu zeigen und entschuldigt mein gebrochenes Englisch.

Ich möchte Jigme Kunsang Senge und Jigme Tobden für die harte Arbeit an unseren Webseiten danken und auch sonst jedem, der so hart für das jährliche Drukpa Konzil arbeitet, speziell Khamtrul Rinpoche Jigme Pema Nyinjadh und seinem Team in Bhutan. Natürlich sollten wir alle Gavin in Grossbrittanien danken, uns zu helfen, die Neuigkeiten auf die Live to Love Website zu stellen und das Drukpa Wiki zu starten. Alle, die ihr helfen wollt, unsere eigene Informationsbasis zu errichten, ihr seid willkommen, zu helfen.

Wenn ich das nächste Mal wieder eine kurze Pause habe, werde ich wieder schreiben.

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Ladakh Katastrophenhilfe

UPDATE 11.08.2010: Seine Heiligkeit geht selbst ins Katastrophengebiet um zu helfen. Er bittet uns alle nochmals, großzügig zu spenden. Die Situation spitzt sich zu. Ein PDF zur Situation in Ladakh kann hier runter geladen werden.

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