"My love to the footless, my love to the twofooted, my love to the fourfooted, my love to the manyfooted. Let not the footless harm me, let not the twofooted harm me, let not the fourfooted harm me, let not the manyfooted harm me. All sentient beings, all breathing things, creatures without exception, let them all see good things, may no evil befall them." - The Buddha -
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Weine nicht, geliebtes Ladakh!
12. August 2010
Ich habe große Hoffnung, dass meine morgige Reise nach Ladakh dem Geist der Leute, die seit der Katastrophe eine Menge gelitten haben, eine Menge Glück bringen wird. Ich ging 2 mal von Darjeeling nach Delhi hinunter mit dem Versuch, fliegen und helfen zu können. Das erste mal am Tag der Katastrophe und jetzt ist es das 2. mal. Es gab keine Chance für mich, am Unglückstag weg zu kommen. Daher fragte ich alle meine Mönche von Hemis und meine Nonnen vom Naro Tempel in Shey, hinaus zu gehen und zu helfen. Ab morgen versuche ich eine Woche lang in Ladakh zu sein und ich bat meine Leute, die Reise so zu organisieren, dass optimaler Nutzen daraus gezogen werden kann. So möchte ich alle 20 betroffenen Dörfer besuchen, 5 pro Tag.
Ich freue mich, euch morgen alle zu treffen, meine Freunde, Schüler und Mönche und Nonnen aus Ladakh. Weint nicht und seid stark. Dies ist Samara. Wir müssen jedwede erlebte Erfahrung verstehen und wertschätzen. Es ist schwierig, aber niemand sagt, dass das Leben einfach sei. Aber wir werden alle zusammen sein und wir werden da sein, uns alle gegenseitig zu unterstützen. Es ist erschütternd für mich, die Fotos der Gegenden zu sehen, in denen die Katastrophen passierten und die Wesen getötet wurden. Ebenso wie du (Ladakh) uns tausende von Jahren mit dem Segen der Schönheiten der Natur überschüttet hast, wie du uns das Beste deiner selbst gegeben hast, so werden wir immer in guten und schlechten Zeiten da sein und zusammen kommen. Wir werden Ladakh und allen dort helfen, sich von dem Schock und dem Schmerz zu erholen. Ich bin ganz sicher, dass wir alle wollen, dass sich Ladakh sehr rasch erholt. Wie groß auch der Verlust und Schmerz sei, wir werden zusammen unsere Hände halten und diese Erfahrung gemeinsam mit großer Liebe und Unterstützung von überall her begehen.
Ich möchte Aamir Khan für seine Liebe und Besorgnis für unsere Kinder und unsere Schule danken und ich möchte den Schul Baumeistern danken, nicht nur eine grüne Schule, sondern auch eine sichere Struktur gebaut zu haben. Natürlich haben wir auch viele Dinge verloren und wir müssen viele Ruinen wieder aufbauen und viele Dinge, wie Computer, Tische und Stühle kaufen. Ich bin allen am Hilfsprogramm Beteiligten sehr dankbar. Schmerz und Leiden unterscheiden nicht, während wir im Samara sind, ist es ein Teil des Paketes. Dies müssen wir verstehen.
Dank der indischen Regierung kamen viele Hilfsorganisationen und auch Freiwillige, viel Aufräumungsaktivitäten und auch viele Rettungs- und Hilfsaktionen haben stattgefunden. Das Wichtigste, wie ich meine, wir sollten dies als eine große Lehre in Unbeständigkeit und Leiden des Samara begreifen. Wir haben viel verloren, viele Geliebte, viele kostbare Besitztümer, daher sollten wir diese Erfahrung nicht vergeblich gemacht haben. Wir müssen aus dieser unerwarteten und extrem schmerzvollen Erfahrung einen Nutzen ziehen. Dieser Nutzen hat nichts mit Materiellem oder den 8 weltlichen Dharmas zu tun, sondern es ist das tiefgreifende Verständnis der universellen Wahrheit. Alle Erleuchteten, egal von welcher Religion oder was sie lehren, sie sagen uns immer, dass die Anhaftung das größte Leiden sei. Samara ist Leiden und nichts, ausser dem Tod, ist sicher. Der Todes Prozess begann mit dem Augenblick der Empfängnis, mit der Minute unserer Geburt. Aber die meisten von uns leben so, als wären sie für immer hier unterwegs. Aufgrund eures früher angesammelten guten Karmas erfreuen sich viele von euch ungemein. Aber wenn ihr eine gute Zeit habt, teilt ihr mit eurer Familie, euren Freunden, euren Nachbarn, euren Tieren und allen die mit euch verbunden sind? Erkennt ihr es wirklich positiv an? Die meiste Zeit tun wir es nicht. Nur wenn wir etwas verlieren, und wenn unsere Freunde und Familien gegangen sind, beginnen wir zu bereuen.
Ich hoffe wirklich, dass ich dieses mal ein wenig Hilfe und Ermutigung zumindest sozialer Art geben kann. Normalerweise gehe ich zu Feierlichkeiten oder Festen nach Ladakh und es wäre nicht fair, wenn ich dieses mal nicht ginge, um den Ladakhi Leuten und Wesen zu helfen. Ich weiss, dass ich mit meinem Körper nicht viel ausrichten kann, aber dank meiner Freunde und Schüler rund um die Welt, die von Live to Love motiviert sind und versuchen 135.000.000 Rupees als Hilfsgelder, für die Schule und die Baumpflanz Aktion zu sammeln, vielleicht schon. Ein Teil davon dient dem Wiederaufbau der zerstörten Häuser und Schutzräume. Ich hoffe und bete, dass sie mehr, als ihr Ziel erzielen. Natürlich ist dies nichts im Vergleich zu dem entstandenen Schaden, aber es wird hoffentlich ein wenig helfen. Wir möchten bestimmt mit der indischen Regierung und unseren Brüdern und Schwestern in Indien und überall in dieser Welt zusammen arbeiten, um unsere Ziele zu erreichen.
Ich weiss, Naturkatastrophen sind sehr grausam. Sie sind meistens das Resultat unserer eigenen Unverantwortlichkeit und egoistischer Haltung in Bezug auf unsere Umwelt, das Resultat ist die globale Erwärmung. Die Naturkatastrophen kommen höchst unerwartet und zerstören alles, was wir in vielen Jahren aufgebaut haben, manchmal sogar hunderte von Jahren lang. In unserer Tradition machen wir diese Sand Mandalas. Es braucht ewig um ein komplettes zu machen, dafür muss eine Gruppe spezialisierter Praktizierender eine sehr diffizile Arbeit leisten. Die Farbpulver müssen aus natürlichen Mineralien und Steinen erzeugt werden, was auch sehr schwierig ist. Und am Ende zerstören wir dieses Sand Mandala um aufzuzeigen, dass nichts auf dieser Welt und in diesem Universum beständig ist. NICHTS! Hübsche Dinge sind nicht beständig, scheussliche Dinge ebenso. Auch weltliches Glück und Leiden sind nicht beständig. Aber wir können unser Verständnis, unsere Weisheit, unser Mitgefühl entwickeln. Durch diese Entwicklung wird unser verständnisvoller Geist stark und fähig, die Vergänglichkeit und das Leiden im Samara zu bewältigen. Wie ich vor Monaten sagte: jene Erleuchtung, die Verständnis hat, bedeutet Stärke.
Nun, das Leben ist wirklich sehr kurz, egal wie wir es auch betrachten. Wir müssen es anerkennen und guten Nutzen daraus machen, damit es nicht vergeudet wird. Das Leben ist wie eine brennende Kerze, es kann benutzt werden, die Dunkelheit zu vertreiben oder es kann zur Zerstörung von Dingen benutzt werden, oder man kann die Kerze einfach verkommen und sich in Luft auflösen lassen. Alles hängt davon ab, was du damit machen möchtest und wie du es leben möchtest. Live to Love, das ist das beste! Ich bin sehr glücklich, dass wir im Hauptquartier von Live to Love in Hong Kong auch ein Live to Love Ladakh-Katastrophen-Hilfs-Komitee einrichten zur Planung der Aktivitäten, das von Jigme Jampal geleitet wird, den wir auch in Ladakh treffen werden. Wir sehen uns alle bald!
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Ladakh Katastrophenhilfe
UPDATE 11.08.2010: Seine Heiligkeit geht selbst ins Katastrophengebiet um zu helfen. Er bittet uns alle nochmals, großzügig zu spenden. Die Situation spitzt sich zu. Ein PDF zur Situation in Ladakh kann hier runter geladen werden.






